12.02.2016

Brandenburgische Lehrerfachverbände lehnen die geplante Verkürzung des Vorbereitungsdienstes der Referendarsausbildung auf 12 Monate ab

„Lehrergewinnung darf nicht nur über Quantität, sondern muss über Qualität gehen!“, bekräftigen die Landesvorsitzenden Wiencek, Linder und Pehle bei einen Treffen der Lehrerfachverbände und lehnen die geplante Reduzierung der Ausbildungszeit ab.


In einem offenen Brief an Bildungsminister Baaske werden die Ablehnungsgründe erläutert:


• Durch eine Reduzierung der Ausbildungszeit auf 12 Monate in der zweiten Phase der Lehrerausbildung sinkt die Ausbildungsqualität in erheblichem Maße.


• Das einjährige Referendariat führt zu Problemen bei der Anerkennung des Abschlusses in anderen Bundesländern. Sachsen beendet das 12monatige „Experiment“ und kehrt zu einer längeren Ausbildungszeit zurück.


• Die geplante verstärkte Einbindung der Ausbildungsschulen in die Referendarsausbildung ist bei den immer mehr zunehmenden Aufgaben der Lehrkräfte und Schulleitungen ist nicht leistbar.


Forderungen für eine moderne und qualitätsgerechte Referendarsausbildung:


1. Aussetzen des §5 (1) Lehrerbildungsgesetz und ein klares Bekenntnis zu einer 1 1/2 Referendarsausbildung,


2. gleiche Lastenverteilung zwischen Studienseminaren und Ausbildungsschulen

3. Bereitstellung verbindlicher Ressourcen für die Ausbildungsschulen als eigenständiges Budget

4. Fahrkostenunterstützung für Referendare, um metropolenferne Schulen als Ausbildungsschulen zu gewinnen und Belastungen übernachgefragter Schulen zu vermeiden,

5. Erstzugriff und Übernahmemöglichkeit von engagierten Referendaren nach der zweiten Staatsprüfung durch die Ausbildungsschulen.

KONTAKT:
Brandenburgischer Lehrerverband beruflicher Schulen e.V. (BLV)
Berliner Straße 78 I 16761 Hennigsdorf I Tel: 03302/5469-24 I verband@blv-bbg.de I www.blv-bbg.de I Vorsitzender: Thomas Pehle