11.06.2015

Akademikerschwemme versus Fachkräftemangel - Fachtagung am 08. Juli 2015

Laut aktuellem Berufsbildungsbericht übersteigt die Zahl der Studienanfänger die der Schulabgänger, die eine berufliche Bildung beginnen. Zugleich macht sich die demografische Entwicklung bemerkbar: Schulabsolventen werden insgesamt weniger. Im Endeffekt bedeutet dies für Betriebe mit Ausbildungsplätzen, dass es für sie – je nach Region und Berufssparte – immer schwieriger wird, Bewerber zu finden. Gleichzeitig gibt es eine große Anzahl Studienabbrecher, die sich von den Anforderungen an der Hochschule überfordert fühlen und für die Auffangprogramme mit einer verkürzten beruflichen Ausbildung aufgelegt werden.


Ein Überangebot an Akademikern und ein Mangel an beruflich ausgebildeten Fachkräften – diese Entwicklung zeitigt mehr und mehr volkswirtschaftliche Kollateralschäden. Nicht zuletzt ist die OECD daran nicht unbeteiligt, indem sie Deutschland über Jahre hinweg die Vorhaltung machte, es habe zu wenig Akademiker. Dass die OECD zuletzt positive Urteile über die berufliche Bildung in Deutschland abgegeben hat und dieses System als Basis für eine niedrige Quote an arbeitslosen Jugendlichen betrachtet, kommt womöglich etwas spät. Die Gesellschaft muss jedenfalls wieder zu einer ausgewogenen Bewertung von beruflicher Ausbildung und Studium kommen – die Aussichten nach der Universität sind nicht automatisch besser als die nach einer Berufsausbildung.


Die Tagung der Hanns-Seidel-Stiftung (HSS), geplant und durchgeführt in Kooperation mit dem Deutschen Lehrerverband (DL), der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (ABL) und dem Bund Freiheit der Wissenschaft (BFW), beschäftigt sich mit diesen und weiteren Fragen an der Schnittstelle zwischen Akademikerschwemme und Fachkräftemangel.

Laden Sie sich hier den Flyer der Veranstaltung herunter.

ANMELDUNG / ORGANISATION
Simone Endres
Tel. +49(0)89 1258-215 | endres@hss.de