23.03.2015

Tagung des Ausschusses Recht und Besoldung

Am 6.und 7. März 2015 trafen sich die Mitglieder des Ausschusses Recht und Besoldung des VLW-Bundesverbandes zu ihrer planmäßigen Sitzung in Fulda.

Insgesamt 14 Teilnehmer bearbeiteten ein umfangreiches Programm.

Nach Eröffnung und Begrüßung durch den Ausschussvorsitzenden Dieter Hartmann wurden geschäftsnotwendige Themen wie zum Beispiel die Bestätigung der Tagesordnung und die Bestätigungdes Protokollsder letzten Sitzung abgearbeitet.

Als Gast nahm am ersten Tag der stellvertretende BLBS-Bundesvorsitzende Wolfgang Lambl teil. Er warb mit Blick auf die fusionierten Landesverbände in acht Bundesländern vor allem für eine bessere Vernetzung der Arbeit des BLBS mit dem VLW auf Bundesebene. Die Möglichkeiten der Zusammenarbeit werden vom Ausschuss geprüft.

Ausschussvorsitzender Dieter Hartmann versorgte die Anwesenden mit aktuellen Informationen aus dem VLW-Bundesverband.

Alle Teilnehmer sind sich einig, dass die Mitwirkung von Vertretern nahezu aller Bundesländer im Ausschuss eine hervorragende Grundlage für die Arbeit bildet. Das gute Arbeitsklima, vor allem die straffe Führung der Veranstaltung durch den Vorsitzenden Dieter Hartmann sowie die ausgezeichneten Tagungsbedingungen sind für diesen Umstand wesentliche und vorteilhafte Voraussetzungen.

Sehr interessant war die Auswertung der Synopse zu den Pflichtstunden und den Altersermäßigungen der Lehrkräfte in den einzelnen Bundesländern, die durch die Mitglieder des Ausschusses erarbeitet wurde. Gerade die daraus resultierenden, teilweise beträchtlichen Unterschiede in der Arbeitsbelastung sehen die Ausschussmitglieder als Legitimation für ihre Verbandsarbeit. 

Alle Anwesenden sind sich einig, dass gerade die Gegenüberstellung der Länderbedingungen eine gute Möglichkeit darstellt, positive Dinge, wie auch Defizite sichtbar zu machen und daraus eine abgestimmte Entwicklungsarbeit auf Bundesebene zu organisieren.

Ein Hauptpunkt  dieses Treffens war die Arbeit zur Schaffung einer Synopse zu den länderspezifischen Regelungen zur Gleichstellungsbeauftragten. Nachdem in den vergangenen Jahren die Gesetzestexte im Original nebeneinander gelegt wurden, hat sich der Ausschuss entschieden, nach einer einheitlichen Vorlage die Gesetzestexte darzustellen. Man verspricht sich davon eine größere Übersichtlichkeit und eine Verdeutlichung der Unterschiede.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurden die Anwesenden von der Tarifbeauftragen des VLW-Bundesverbandes Katrin Gräter (LV Meck­lenburg-Vorpommern) über die aktuelle Entwicklung in den Tarif­ver­hand­lungen informiert. Einheitliches Unverständnis erzeugt die Arbeit­geber­haltung, den Verhandlungsteilnehmern kein Angebot vorzulegen. Wenn, wie sehr oft betont, die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer geschätzt wird, zeigt dieser Umgang jedoch keineswegs die zu erwartende Wert­schätzung für die Kolleginnen und Kollegen. Die Teilnehmer sind sich einig, dass Streiks und andere Arbeitskampfmaßnahmen nur notwendig sind, weil die starre Haltung der Arbeitgeberseite keine anderen Reaktionen zulassen.

Als traditionell letzter Punkt gaben die Teilnehmer kurze Länderberichte. Hier ist es vor allem die Vielfalt der Themen, die immer wieder beeindruckt -  diesmal vor allem die Anforderungen, die sich aus der Aufnahme von Flüchtlingen für die berufliche Bildungsstätten und ihre Beschäftigten ergeben. Der enorme Bedarf an Deutschsprachkursen beeinflusst natürlich auch die Arbeit der Berufschullehrer.

Die Eröffnung vieler Klassen für DAZ-Unterricht führt zu dem Problem, quali­fiziertes Lehrerpersonal bereitstellen zu können. Sehr interessant waren die Erläuterungen der Kolleginnen und Kollegen, welche Wege der Integration der Flüchtlinge eingeschlagen werden. Vor allem praktische Tätigkeiten in Verbindung mit dem Deutschunterricht scheinen sich zu bewähren und finden auch bei den Betroffenen guten Anklang.

So schwierig die Lösungen auf diesem Gebiet teilweise sind, so gute und interessante Ansätze zur Lösung gibt es. Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung ist aber vor allem die schnelle und unbürokratische Klärung der finanziellen Absicherungen der Initiativen.

Natürlich gab es noch viele andere Themen, die in der Veranstaltung aber auch in den Pausen oder am Abend in persönlichen Gesprächen behandelt wurden.

Es ist die einhellige Meinung der Teilnehmer, die Veranstaltung auf diesem hohen Niveau fortzuführen. Die nächste Beratung des Ausschusses ist für Juni d. J. in Lübeck geplant.

geschrieben von Jürgen Fischer