15.03.2015

Der VLW beim KMK-Jahresgespräch in Leipzig: Schwerpunktthema - Die berufliche Bildung

Die VLW Bundesvorsitzende Dr. Angelika Rehm äußert sich zufrieden über den positiven Gesprächsverlauf mit den Vertretern der KMK anlässlich des diesjährigen KMK-Jahresgesprächs am 12. März 2015 in Leipzig: „Wir haben intensiv über die Bedeutung der beruflichen Bildung diskutiert. Es herrschte Einigkeit darüber, dass nur durch eine verbesserte Abstimmung und Kooperation aller an (Aus-)Bildung Beteiligten dem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen ist.“

Im Gespräch mit der Präsidentin der KMK, Brunhild Kurth (M.): Heinz-Peter Meidinger (DPhV), Dr. Angelika Rehm (VLW), Jürgen Böhm (VDR), Udo Beckmann (VBE) und Dr. Sven Mohr (BLBS)

Die Notwendigkeit, Schüler und Eltern noch besser über die Vielfältigkeit der Bildungswege aufzuklären, ist gemeinsames Ziel von dbb Lehrergewerkschaften und der Kultusministerkonferenz (KMK). Beide Seiten betonen übereinstimmend, dass es noch immer Defizite im Wissen über die vielfältigen Wege und Aufstiegsmöglichkeiten in der Bildungsbiografie junger Menschen gibt. Gemeinsames Ziel sei es, für jedes Kind die richtige Schule zu finden, bei Bedarf Wechselmöglichkeiten anzubieten und so passgenau zu Ausbildung oder Studium zu führen.

Die Chancen der bunten Bildungslandschaft wurden in dem Meinungsaustausch auch unter dem Aspekt der Fachkräftegewinnung, der Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund und der Förderung leistungsschwächerer Schülerinnen und Schüler beleuchtet. Die dbb Lehrergewerkschaften appellierten an die KMK, die jeweiligen Landesmaßnahmen und -erfahrungen bei Berufsorientierung und Integration systematisch zu bündeln und daraus bundesweit realisierbare Empfehlungen abzuleiten. KMK-Präsidentin Kurth bat die Lehrergewerkschaften um Unterstützung dabei, der Wirtschaft zu verdeutlichen, dass die Praxis der vergangenen Jahre, Ausbildungsplätze abzubauen oder zusehends an Abiturienten zu vergeben, angesichts des Fachkräftemangels in die Sackgasse führe.

Weitere Themen waren die Hürden des unlängst eingeschlagenen Weges zu einem bundeseinheitlichen Abitur und Fragen der Lehrerbildung. Die Gewerkschaften nutzten zudem das Gespräch, an die für die Lehrkräfte zuständigen Schulministerinnen und -minister zu appellieren, sich in den aktuellen Tarifverhandlungen zwischen den Gewerkschaften und den in der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) zusammengeschlossenen Landesfinanzministerinnen und -ministern solidarisch mit den Forderungen der Lehrerschaft zu zeigen.

Lesen Sie dazu auch auf der Seite des dbb unter: http://www.dbb.de/cache/teaserdetail/artikel/vielfalt-der-bildungswege-aufzeigen.html

v.i.S.d.P: Der VLW Bundesvorstand