12.03.2015

VLW und BLBS – Erklärung zur Lehrerbildung verabschiedet

Die BLBS- und VLW-Lehrerbildner haben auf einer gemeinsamen Tagung grundsätzliche Positionen zur wissenschaftlich fundierten und praxisorientierten Aus-, Fort-, und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern an beruflichen Schulen diskutiert. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Entwicklung von Strukturen und Kulturen in den einzelnen Phasen und Institutionen der Lehrerbildung. Die Kooperation zwischen den Beteiligten in den Universitäten, Studienseminaren und Ausbildungsschulen ist zu fördern und zu institutionalisieren.

 

Foto: Heiko Pohlmann

Die Lehrerbildner des VLW und BLBS. (von rechts nach links) 1. Reihe:  Pankraz Männlein (Vorsitzender des VLW-Ausschusses für Lehrerbildung), Gerd Waldmann (VLW), Carola Förster (VLW), 2. Reihe: Ludwig Geerkens (BLBS), Prof. Dr. Günter Pätzold (BLBS), Yamina Ifli (VLW), Heidi Hagelüken (VLW), Lilian Schwarzweiler (BLBS), 3. Reihe: Kyra Koschinat (BLBS), Dr. Thorsten Witte (VLW), Manfred Penner (VLW), Michaela Keinath (VLW), Bernd Zinßius (VLW)

 

Universitäres Studium

Vor diesem Hintergrund waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig, dass der hohe Qualitätsstandard in der bisherigen grundständigen universitären Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer an berufsbildenden Schulen zu garantieren und zu steigern ist. Die Anerkennung des Masterabschlusses (oder des 1. Staatsexamens) als Voraussetzung für den Eintritt in den Vorbereitungsdienst (Referendariat) ist bundesweit sicherzustellen. Ein problemloser Studienortwechsel innerhalb Deutschlands ist zu gewährleisten.

Betriebspraktikum

Zum Studium gehört ein einjähriges gelenktes betriebliches Fachpraktikum. Dieses kann auch durch eine einschlägige Berufsausbildung ersetzt werden.

Vorbereitungsdienst (Referendariat)

Die zweite Phase der Lehrerbildung, die Ausbildung im Vorbereitungsdienst, wird an staatlichen Studienseminaren bzw. vergleichbaren Einrichtungen zusammen mit berufsbildenden Schulen in mindestens 18 – 24 Monaten durchgeführt. Aufgabe des Referendariats ist die Entwicklung reflexiver Handlungskompetenz. Der Abschluss des Vorbereitungsdienstes ist bundesweit anzuerkennen.

Berufseinstieg

Dem Berufseinstieg und dem Lernen im Beruf ist - auch mit Blick auf die Personalpflege und die Personalentwicklung - ein größerer Stellenwert als bisher zuzumessen. Ein besonderer Handlungsbedarf besteht im Bereich der Lehrerfort- und –weiterbildung. Neue Organisationsformen und didaktische Konzepte mit innovativen Perspektiven sind zu implementieren und zu evaluieren.

7. März 2015, Fulda

V. i. S. d. P.:

Pankraz Männlein, VLW, E-Mail: maennleinvlw.NO-SPAM.de

Günter Pätzold, BLBS, E-Mail: g.paetzoldgmx.NO-SPAM.de